Wohnhausanlage Pasing, München

Wohnen

  • In Anlehnung an Regale mit Stückgutpaketen besetzt, wird der nördliche Baukörper horizontal durch Betonbänder gegliedert. Die Zwischenräume bieten ein lebendiges Spiel von Fensteröffnungen und farbigen Wandelementen. Hofseitig wird diese Struktur durch begrünte Loggienelemente als vertikales Grün unterbrochen. Ebenso wie die ruhigen Lochfassaden der „Kopfbauten“ bestimmen sie die Atmosphäre der Höfe. Die Hofstruktur zeigt von Westen nach Osten eine Hierarchie von Räumen auf: Höfe mit öffentlichen Funktionen im Westen (Kulturzentrum, Bürgertreff, Kita) und den zugehörigen Freiflächen, und private Höfe im Zentrum der Anlage als ruhigere Zone mit hoher Aufenthaltsqualität.

    Die Randbebauung vermittelt zwischen dem von Osten nach Westen ansteigendem Straßenniveau der Josef-Felderstraße und dem Niveau der Promenaden bzw. der Höfe. Alle Treppenhäuser sind deshalb derart angelegt, dass sie behindertengerecht von beiden Bereichen erreichbar sind. Zusätzlich zur Promenade verläuft in Ost- Westrichtung eine zweite interne Erschließung. Sie wird von der Kammstruktur räumlich überlagert, sodass im Bereich der Erschließungskerne überdeckte witterungsgeschützte Freibereiche entstehen (Eingangsbereich für Kita´s, Hausgemeinschaft für psychisch erkrankte Mütter, Allgemeinfunktionen). Auf der Nord-Süd-Achse vernetzen kleinere Verbindungswege die Höfe mit der Promenade. Die Garage ist größtenteils eingeschossig im Bereich der 2. Erschließungsachse angelegt. Sie ist sowohl von der Josef-Felderstraße im Nordwesten wie auch von der Offenbachstraße erschlossen, wobei in diesem Bereich durch eine Split-level Lösung ein 2. Garagenniveau erreicht werden kann. Hier ist auch eine großzügige Fahrradgarage vorgesehen.

Informationen

Wettbewerb
Wohnhausanlage Pasing, München, Deutschland - 2013