Wohnquartier Hechtsheimerhöhe, Mainz

Städtebau

  • Das neue Stadtquartier setzt die städtebauliche Gestik des Wohngebietes „Großberghöhe“ fort, ohne jedoch auf eine seine Eigenständigkeit zu verzichten. Diese resultiert sowohl aus der Topographie des Planungsgebietes mit Hangsituationen, einem Plateau und eher flachen Bereichen im Süden, wie auch aus der Überlegung, den verdichteten Bereich der Müller-Thurgau-Straße fortzusetzen und räumlich abzuschließen. Großzügige Grünbereiche auf der West-Ost- und Nord-Süd-Achse gliedern das Quartier zusätzlich in überschaubare identifizierbare Teilbereiche mit unterschiedlichen Wohntypologien: Fortsetzung und räumlicher Abschluss der Müller-Thurgau-Straße durch Geschoßwohnbau mit integrierten Infrastruktureinrichtungen und einem zentralen Platz. Nördlich, dem Hangverlauf folgend, unterschiedliche Reihen- und Doppelhaustypen (Hanghäuser).

    Der Blick auf die im Nordosten gelegene Stadt öffnet sich durch die terrassierte Ausbildung der Baustrukturen. Verdichteter Flachbau in Form von Hofhäusern im eher flachen Terrain südlich des Zentrums, als introvertierte kleinteilige Wohnstruktur mit hoher Aufenthaltsqualität. Zeilenartige Reihenhausstrukturen nördlich der Straße „Zur Laubenheimer Höhe“. Die Angerhäuser sind durch die straßenbegleitende Stellplatzanlage und einer Anschüttung an der Südkante bzw. durch entsprechenden Abstand zur Verkehrsader lärmgeschützt. Erschließungen als Spielstraßen und durchgängige Gartenzeilen charakterisieren diesen Teilbereich. Doppelhäuser im Westen bzw. im Norden als baulich aufgelockerte Struktur zur grünen Promenade. Der Parzellenzuschnitt ermöglicht eine Bebauungsdichte, die der Errichtung sowohl von Genossenschaften entgegenkommen. Sie sind aber auch für den Privaten leistbar. Weiters wird angestrebt, den öffentlichen Raum weitgehend vom ruhenden Verkehr freizuhalten.

Informationen

Ideenwettbewerb
Wohnquartier Hechtsheimerhöhe, Mainz - 2017
(städtebaulich, freiraumplanerisch)